Rezension: Der Schwur der Schlange (Der Marchese)
Arroganz, Dummheit, Ego und Männer. Ach ja, was für eine Kombination. Dazu noch eine schöne Frau ohne Nöte – oder vielleicht doch ein paar. Naja, wenn die Männer nicht wären, dann vermutlich wirklich ohne Nöte.
Es gibt arrogante Männer, es gibt dumme Männer, und manche sind arrogante dumme Männer. Ich werde nun nicht spoilern und verraten, in welche Kategorie ich den Marchesse diesmal einordne.
Gestern Abend sagte ich der Autorin noch, ich bräuchte zum Lesen etwas Zeit. Voilà – ein bisschen Prokrastination vom eigenen Buch und anderen Themen später, und plötzlich war die letzte Seite schon da.
Ich persönlich mag es ja immer wieder sehr, wenn Charaktere auf historische Persönlichkeiten treffen. Manchmal reicht auch schon das Andeuten solcher Begegnungen. Die Frage, ob der Marchesse es wohl in das Bett von Katharina der Großen geschafft hat, hat mich jedenfalls sehr erheitert. Und obwohl es darauf bisher keine Antwort gibt, ist das Gerücht selbst eigentlich viel interessanter.
Ich habe das Buch also ziemlich durchgeflogen. Wie gesagt: Es gibt dumme Leute, und man kann nicht jedem immer böse sein, dass sie eben dumm sind.
Ja, manchmal ist auch ein Spion dumm oder handelt zumindest so – aber irgendwie immer noch auf eine nachvollziehbare Art. Das kann schon frustrierend sein.
In einigen Tagen erscheint nun Band 3. Er wird definitiv auf meiner Leseliste für dieses Jahr landen. Genauso wie Anchorion 3, sofern es noch bis Ende des Jahres erscheint, und natürlich das neue Buch von Sarah J. Maas.
Wenn ich in der Zeit zurückreisen könnte – ja, ich würde diesem Mann wohl leider ebenfalls mein Leben und mein Herz schenken. Und ich bin mir ziemlich sicher, dass das keine besonders gute Idee wäre.
Was mich ein wenig irritierte und den Lesefluss etwas störte, waren die bayrischen beziehungsweise österreichischen Original-Sätze, die teilweise schwer zu lesen waren. Ich habe den Sinn dahinter durchaus verstanden – schließlich verstand die andere Figur sie ja ebenfalls nicht so ganz. Das Italienisch hingegen ging für mich, weil ich gerade selbst angefangen habe, die Sprache zu lernen. Ganz mein Fall war es trotzdem nicht, da es den Lesefluss ein wenig unterbricht. Der Geschichte insgesamt tut das aber keinen Abbruch.
Es gibt Dinge und Aufgaben im Leben, die wohl niemand wirklich gerne erledigt. Und ich muss sagen: Ich gehe mit einigen Fragezeichen aus diesem Buch heraus. Ich hoffe sehr, dass viele davon in Band 3 geklärt werden.
Ich würde gerne noch mehr schreiben, um diesem Buch wirklich gerecht zu werden. Aber ich fürchte, alles Weitere würde zu viele Spoiler enthalten – und ich weiß ja nicht, wer das hier liest und ob diese Person Band 2 überhaupt schon gelesen hat.
Beenden wir das Ganze einfach mit:
„Lang leben die Schlangen.“